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Wappen in Tettnang

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Partnerstadt-Stele St. Georgs-Kapelle Tettnang

(Abb. 1)

Saint-Aignan entstand um das Jahr 1000 um sein erstes Schloss herum, das im 9. Jahrhundert erbaut worden war. Die reizvolle, an einen Hang gebaute und am lieblichen Ufer des Cher gelegene Stadt liegt am Schnittpunkt der drei Provinzen Touraine, Orléanais und Berry.

Die Stadt hat sich über zehn Jahrhunderte hinweg weiterentwickelt und dabei bis heute ihr mittelalterliches Flair, die malerischen Häuser und ihre alten Denkmäler bewahrt. Sehr reizvoll ist der Fluss Cher, einer der längsten Seitenflüsse der Loire, der an der Stadt entlang fließt und mit seinem Schwemmsand die „Ile-Plage“ (Strandinsel) an der Nordostseite der Stadt geschaffen hat.

Mit Saint-Aignan-sur-Cher verbindet Tettnang seit den Jahren 1990/91 eine lebendige Partnerschaft, die von vielen Vereinen und Institutionen getragen wird. Ein Ausschuss aus Mitgliedern beider Verwaltungen und interessierten Bürgern koordiniert die Austauschprogramme.

Das Wappen der Stadt Saint-Aignan-sur-Cher setzt sich aus vier Einzelwappen zusammen, die jeweils diagonal doppelt angeordnet sind (Abb. 2). Alle Einzelwappen haben einen Bezug zur Geschichte der Stadt und spiegeln die früheren Herrschaftsverhältnisse wider.

Wappen Saint-Aignan-sur-Cher

(Abb. 2)

Der silberne Schrägbalken im ersten und vierten Feld des Hauptschildes erinnert an das Haus Blois. Die Grafschaft Blois war im frühen Mittelalter eines der wichtigsten Territorien Frankreichs. Bei einer Erbteilung fiel 1152 die Champagne an die ältere Linie. Die jüngere Linie mit der Grafschaft Blois starb 1231 aus, die Grafschaft ging 1241 an das Haus Châtillon, das sie 1391 an den Herzog von Orléans verkaufte. Als Saint-Aignan gegründet wurde, gehörte die Gegend um den Ort zum Herrschaftsgebiet des Grafen Odo I. von Blois (um 950 - 996). Aus diesem Grund wurde vermutlich der Schrägbalken aus dem Wappen der Grafen von Blois (Abb. 3) in das Stadtwappen übernommen.

An das einst mächtige Haus Chalon erinnern das zweite und dritte Feld im Hauptschild des Wappens. Johann I. von Chalon (1190 – 1267) war in erster Ehe mit Mahaut von Burgund verheiratet. Durch sie kam er unter anderem auch in den Besitz der Stadt Saint-Aignan. Von einem Nachfahren Johanns, dem Bischof Jean de Chalon († 1335), ist ein abweichendes Wappen bekannt (Abb. 4), so dass der Zusammenhang zwischen dem Wappen von Chalon und Saint-Aignan nicht eindeutig belegt werden kann.

Die drei goldenen Lilien auf blauem Grund sind dem Wappen der alten historischen französischen Provinz Berry entnommen (Abb. 5). Diese bestand bis 1790 und wurde dann im Zuge der Neugliederung Frankreichs zur Zeit der französischen Revolution in die Départements Cher (Haut-Berry) und Indre (Bas-Berry) aufgeteilt. Saint-Aignan, früher zur alten Provinz Berry gehörend, hieß in vorrevolutionärer Zeit „Saint-Aignan en Berry“, was die drei Linien aus dem Wappen von Berry erklärt. Später erhielt die Stadt den Namen „Saint-Aignan-sur-Cher“.

Das goldene Kettennetz auf roten Grund mit grünem Edelstein in der Mitte, die sogenannte Navarra-Kette, ist das Wappen des ehemaligen spanischen Königreichs Navarra (Abb. 6). Es erinnert im Wappen von Saint-Aignan an die Beziehungen zwischen der Familie de Beauvillier, Herzöge von Saint-Aignan, und den Königen von Navarra. Die Kette diente ursprünglich wohl zur Verstärkung des Kampfschildes und wurde um 1600 zum Kettennetz verfremdet.

       
(Abb. 3) (Abb. 4) (Abb. 5) (Abb. 6)

Abbildungen

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