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Wappen in Tettnang

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Vollwappen des Hauses Oettingen

(Abb. 1)

Das schwäbisch-fränkische Adelsgeschlecht der Grafen und heutigen Fürsten von Oettingen gehört zu den ältesten Adelsfamilien in Deutschland. Bereits 1147 führte Ludovicus de Oettingen den Grafentitel. Das Geschlecht zählte zu den größten Territorialherren im ostschwäbischen Raum um die freie Reichsstadt Nördlingen. 1522 spaltete sich das Haus in eine evangelische Linie (zu Oettingen), die seit 1731 ausgestorben ist, und die katholische Linie zu Wallerstein, die 1774 in den Fürstenstand erhoben wurde. Nach über dreißig Generationen ist heute Schloss Wallerstein Residenz des fürstlichen Hauses und der Sitz einer Unternehmensgruppe mit den Sparten Forst, Brauhaus und Immobilien.

Das Wappen der Herren von Oettingen ist eines der ältesten in Deutschland und eines der wenigen, das über alle Jahrhunderte bis auf unbedeutende Details unverändert von der Familie geführt wurde. Bereits ein Siegel aus der Zeit um 1180 zeigt die typischen Merkmale des Wappenbildes, das wie folgt beschrieben wird: In vier Reihen geteilt mit stehenden roten und gestürzten goldenen Eisenhüten, darauf ein blauer Herzschild, alles belegt mit einem silbernen Schragen (Andreaskreuz). Auf dem Helm mit rot-goldener Helmdecke ein goldener Brackenrumpf mit rotem Ohr, darauf ein silberner Schragen (Abb. 1).

Graf Ulrich VII. von » Montfort zu Tettnang heiratete 1486 Magdalena, die Tochter von Ludwig XIII. von Oettingen-Wallerstein und seiner Gemahlin Eva, geborene Freifrau von Schwarzenberg. Aus der Ehe gingen neun Kinder hervor, doch starben die zwei Söhne bereits in jungen Jahren und die sieben Töchter waren nicht erbberechtigt. Um das Schicksal des Aussterbens des Hauses Montfort abzuwenden, erhoffte sich das Grafenpaar den Beistand der hl. Anna, stiftete ihr zu Ehren 1513 die Anna-Kapelle in » Tettnang und ließ das Gotteshaus mit den eigenen Wappen und denen der Eltern und Großeltern schmücken. In der Kapelle findet man das Wappen der Grafen von Oettingen mehrmals: an der Stirnwand des Langhauses zum Chor hin rechts, auf einem Schlussstein der Gewölbedecke im Langhaus (Abb. 2), auf einer Netzrippenkonsole im Chor (Abb. 3) und - ziemlich verblasst - an der Stirnseite im Chor. Ein Vollwappen des Hauses Oettingen befindet sich seit 2010 auf einem der reproduzierten Altarflügel im Chor (Abb. 4).

     
(Abb. 2) (Abb. 3) (Abb. 4)

Abbildungen

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