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Grafen, Herzöge und Könige von Württemberg

Stammwappen des Hauses Württemberg

(Abb. 1)

Die mit Conradus de Wirtineberc 1089 erstmals bezeugten Herren von Württemberg nannten sich nach ihrer 1080 im Neckartal bei Stuttgart errichteten Stammburg. Sie führten 1135 den Grafentitel und schufen aus bescheidenen Anfängen seit der Mitte des 13. Jahrhunderts durch Aneignung von Reichsgut und Erwerb von Gebieten benachbarter Herrschaften ein geschlossenes Territorium und eine der seinerzeit größten Grafschaften im Reich.

Das Wappen der Grafen von Württemberg, drei übereinander liegende schwarze Hirschstangen in goldenem Feld, ist seit dem Jahr 1228 bekannt. Es erscheinen erstmals auf einem Siegel des Grafen Hartmann von Württemberg, der eine Tochter des Grafen Eberhard von Veringen geheiratet hatte. Die brachte neben ihrer Mitgift auch das Wappen ihrer Vorfahren, allerdings in den geänderten Farben Gold-Schwarz anstatt Gold-Rot, in die Ehe ein (Abb. 1).

Wappen der Grafen von Württemberg von 1419-73

(Abb. 2)

Das württembergische Wappen wurde 1419 erstmals ergänzt um das Wappen der erheirateten Grafschaft Mömpelgard: In Rot zwei aufrechte abgewendete goldene Barben (Abb. 2). 1480 kam das Wappen der Herzöge von Teck hinzu (von Gold und Schwarz gerautet, Abb. 3) und 1495 bei der Erhebung des Grafen Eberhard im Bart zum Herzog die Reichssturmfahne: In Blau an schräger roter Lanze eine goldene Fahne mit schwarzem rotbewehrten und rotbezungtem Adler (Abb. 4). Als mit Herzog Friedrich I. die Mömpelgardische Linie des Hauses die Regierung übernahm, wurde von ihm der Mömpergardische Helm zwischen die Helme von Württemberg und Teck gesetzt (Abb. 5).

Herzog Eberhard Ludwig ergänzte das württembergische Wappen Anfang des 18. Jahrhunderts mit dem Schildbild der Herrschaft Heidenheim: In Gold das Brustbild eines bärtigen Mannes mit roter, blau-gestülpter Mütze und rotem Gewand mit silbernem Kragen (Abb. 6). Herzog Karl Eugen nahm um 1785 die Schilde neu erworbener Gebiete in das württembergische Wappen auf. 1751 war die Herrschaft Justingen gekauft worden (In Blau ein schräger geästeter silberner Balken). 1780-82 erwarb Württemberg mehrere Teile der Reichsgrafschaft Limpurg (Geviert; 1. und 4. Feld rot mit drei silbernen Spitzen; 2. und 3. Feld blau mit fünf (3:2) silbernen Kolben). Die Herrschaft Böningen gelangte 1784 an das Haus Württemberg (In Rot ein liegender silberner Halbmond) (Abb. 7).

     
(Abb. 4) (Abb. 5) (Abb. 6)

Wappen der Grafen von Württemberg von 1480-95

(Abb. 3)

Mit dem Erwerb der Kurfürstenwürde 1808 wurde ein neues Wappen gestaltet und darin die zuvor erworbenen Gebiete neu aufgenommen: gefürstete Probstei Ellwangen (in Silber ein goldener Inful), Reichstadt Esslingen (in Gold ein schwarzer Doppeladler), Amt Mindelheim (in Rot eine goldene Hand) und das Amt Altdorf (in Rot ein goldenes Kreuz) (Abb. 8).

Nach der Erhebung zum Königreich am 1. Januar 1806 wurde das kurfürstliche Wappen durch das erste königliche Wappen ersetzt. In diesem Wappen mit nunmehr 17 Feldern erscheinen zwei neue Schilde: In Gold eine dreilatzige rote Fahne, das Wappen der Pfalzgrafen von Tübingen, und einem weiteren goldenen Feld drei schreitende schwarze Löwen, das Wappen der Hohenstaufer, des einstmals wichtigsten Geschlechts auf (neu-)württembergischen Gebiet (Abb. 9).

König Wilhelm von Württemberg vereinfachte das Staatswappen durch Dekret vom 30. Dezember 1817 (Abb. 10), bestimmte aber, dass das erste königliche Wappen mit den 17 Feldern weiterhin als Familienwappen geführt wurde. Über 100 Jahre blieb das hochovale Wappen des Königreichs Württemberg mit den drei Hirschstangen und den drei Löwen unverändert und erlosch erst mit der Abdankung des letzten württembergischen Königs Wilhelm II. am 9. November 1918.

     
(Abb. 7) (Abb. 8) (Abb. 9)

     
(Abb. 10) (Abb. 11) (Abb. 12)

Abbildungen

Fundorte: