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Wappen in Tettnang

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Wappen Haupteingang Karlstr. 1

(Abb. 1)

Der Stammbaum der Familie Forster kann lückenlos bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgt werden. Die gesicherte Ahnenreihe beginnt im Jahr 1580 mit Johann Forster in Wasserburg, der mit Magdalena Schnell verheiratet war. Dessen Ur-Ur-Ur-Enkel Franz Josef Forster, Weinhändler in Nonnenhorn, seit 1798 verheiratet mit Katharina Pfister, hat fünf Söhne und eine Tochter. Der zweitälteste, 1810 geborene Sohn Franz Josef heiratet 1834 die Christine geb. Wezler aus Nonnenhorn, (Bärenwirtin und Witwe von Bierbrauer Alois Stark). Franz-Josef wird mit 24 Jahren Stammvater der Familie Forster Tettnang!

Franz Josef Forster vergrößert den „Bären“, baut hinten einen großen Gaststall an und darüber einen Tanzsaal, erwirbt etwas außerhalb der Kernstadt an der Lindauer Straße ein Grundstück zum Bau eines Bierkellers, um auch im Sommer sein selbstgebrautes Bier ausschenken zu können. Über dem Bierkeller baut er ein Haus, in dem viele Jahre eine Sommerwirtschaft betrieben wird. Franz Josef Forster ist ein angesehener Bürger, der bald in den Bürgerausschuss und später in den Stadtrat gewählt wird.

Glasfenster Hotel Bären

(Abb. 2)

Franz Josef und Christine Forster haben fünf Kinder. Der älteste Sohn August übernimmt 1862 den „Bären“ und den dazugehörigen landwirtschaftlichem Betrieb, veräußert ihn allerdings bald an seinen Bruder Maximilian, der die Landwirtschaft deutlich vergrößert. Maximilian heiratet Josefa Bosch, die Tochter des Löwenwirts in Prestenberg. Das Paar hat 17 Kinder, von denen aber nur sechs das Kindesalter überleben. 1907 übergibt Maximilian den „Bären“ samt Bierkeller und Landwirtschaft seinem ältesten Sohn Wilhelm.

Sein zweiter Sohn Maximilian (jun.) ist Metzgermeister und kauft 1907 an der Kirchstraße 1 das gesamte Anwesen von Franz Arnegger, die Metzgerei, das Gasthaus zum „Lamm“ samt einem Weingut. Er heiratet 1910 die Therese Sendele (sie stammt aus einer Metzgerei in Riedlingen). Zusammen haben sie vier Kinder: Max, Johanna, die später » Dr. Alex Frick heiratet, Rudolf, der im Krieg fällt, und Karl.

Wilhelm Forster, ein begeisterter Gastwirt, stirbt 1928, seine Frau Rosa, geborene Eisele aus Tettnang, drei Jahre später. Ihre einzige Tochter, Mathilde, heiratet nach Stuttgart und verkauft 1931 den „Bären“ samt der Landwirtschaft und dem Bierkeller an ihren Onkel Maximilian (Bruder von Wilhelm).

Wappen Haupteingang Hotel Bären

(Abb. 3)

Nachdem Maximilian bereits 1936 stirbt, liegt die Verantwortung für den Betrieb der beiden Gastwirtschaften, der Landwirtschaft und des Bierkellers bei seiner Witwe Therese und ihrem ältesten Sohn Max, der 1944 Martha, geborene Wenzler heiratet. Therese Forster übergibt 1952 die Metzgerei, das Gasthaus „zum Lamm“ und einen Teil der Güter dem ältesten Sohn Max, den „Bären“ und den größten Teil der Landwirtschaft dem jüngeren Sohn Karl. Dieser betreibt mit seiner Frau Herta, geborene Wollensak den „Bären“ und verpachtet die Landwirtschaft an seinen Bruder. Der Familie entstammen die Kinder Franz-Josef, Rudolf, Andreas und Adelheid. Karl stirbt bereits 1972 im Alter von 54 Jahren.

Aus der Ehe Max und Martha Forster gehen die Kinder Max jun., Margret, Hans, Thomas und Elisabeth hervor. Am 1. Januar 1979 übergibt Max sen. den Betrieb an seinen zweiten Sohn, den Metzgermeister Hans, der seit 1974 mit Maria Weiß aus Bodnegg verheiratet ist. Max stirbt 2006 im Alter von 95 Jahren. Hans Forster übergibt 2011 seinen Betrieb an die 12. Generation der Familie (seit dem Stammvater Johann Forster, 1580). Die Tochter Susanne Kiechle, (verheiratet mit Simon Kiechle) und der Sohn Johannes Forster sind die Gesellschafter der als GmbH weitergeführten Metzgerei. Johannes ist verheiratet mit Birgit, geb. Bentele, die Geschäftsführerin des Imbissbetriebs „Forsters GmbH“ (bekannt auch als „Blasi’s Grill“) ist.

Das Wappen der Familie Forster wird zumindest vom Tettnanger Zweig der Familie seit Menschengedenken geführt, nachgewiesen ist es seit der Zeit um 1900. Genaue Hinweise sind leider nicht überliefert. Der Hirsch im Wappen sowie Adlerflug, Jagdhorn und Eichenzweig als Helmzier deuten darauf hin, dass das Wappen in Anlehnung an den Familiennamen (Foster = Förster) gestaltet wurde.

Abbildungen

Fundorte: